Garcias Kurzreview: VIRAL

Auf der ganzen Welt bricht ein Virus aus, der sich rapide seinen Weg in eine idyllische US-Kleinstadt bahnt. Dort leben die beiden Geschwister Emma und Stacey, die ihr Teenager-Dasein wie Millionen andere Gleichgesinnte fristen. Als die Epidemie sich langsam unter deren Freunden breit macht, hört der Spaß auf und der Überlebenskampf beginnt…

Viral_03
Wer hat ihm denn ins Gesicht gefurzt? (© Capelight Pictures)

„Viral“ ist ein guter Film, ein makelloser Film, ein handwerklich durchdachter Film. So gut, dass er aus der Masse nicht wirklich heraussticht. Alles kennt man schon. Die zugrundeliegende Ausnahmesituation ist nicht neu, die Entwicklung der betroffenen Charaktere wenig überraschend und vielleicht ist dem einen oder anderen auch schon das Ende bereits nach 15 Minuten bekannt. All die Zutaten, die er birgt, sind bekannt aus anderen Genre-Vertretern. Nur eben mit dem Unterschied, dass sie nicht schamlos geklaut wurden, sondern variiert und der Dramaturgie sowie Dynamik der Geschichte angepasst in den Thriller integriert wurden. Das macht „Viral“ dank seiner soliden Darstellerleistungen zu einem sehenswerten, unterhaltsamen und kurzweiligen Ausflug in das Subgenre, welches mit „The Crazies“, „28 Days Later“ oder „Shivers“ gelungenen Infiziertenhorror bietet, der dem Horrorgenre alle paar Jahre wieder frisches Blut verleiht.

 

Ich würde „Viral“ vielleicht nicht auf eine Stufe mit „28 Days Later“ stellen, dafür ist er zu glatt. Eben weil es ein solider Film ist, vermisst man die Ecken und Kanten, das Ungewöhnliche, das ihn aus der Masse hebt. Die Macher gehen kein Risiko ein, liefern jedoch einen geradlinigen Beitrag ab, dem es weder an Spannung noch Dramatik fehlt. Mein persönliches Highlight ist die umwerfende Kulisse. Meine Schwäche für die kleinstädtische USA mit ihren Vorgärten und beeindruckender Naturkulisse hat der Film ganz zu seinem Vorteil ausgenutzt. Wunderschöne Bilder, die die Einsamkeit und verlassene Stadt widerspiegeln, tragen enorm zur Atmosphäre bei.

Spätestens seit „Akte X“ in jungen Jahren faszinieren mich Parasiten in Filmen. Hier hätte man diesbezüglich mehr rausholen können. Aber das sind Kleinigkeiten, die vielleicht stören, wenn man den Film akribisch in seine Einzelteile zerlegt. Als Ganzes ist der Film der Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman („Nerve“, „Paranormal Activity“ 3 & 4) solide Kost, die weder langweilt noch nennenswerte Höhepunkte bietet.

Die Blu-ray von Capelight bietet gewohnt ausgezeichnete Bild- und Tonqualität, bei den Extras hingegen muss man sich mit dem Trailer zufrieden geben.

„Viral“ ist seit dem 21. Juli auf DVD & Blu-ray erhältlich!

3D_Viral_DVD_BD
© Capelight Pictures
Advertisements

Schreibe einen Kommentar ins Gästebuch

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s