Der letzte beste Soundtrack des 20. Jahrhunderts: END OF DAYS

„End of Days“ markierte Schwarzeneggers Rückkehr ins Filmgeschäft nach einer kurzen, unfreiwilligen Schaffenspause, die er aufgrund einer Herz-Operation im Jahr 1997 einlegen musste. Im Gegensatz zu seinen Larger-Than-Life-Figuren, die er in den meisten seiner vorangegangenen Filme gespielt hat, kriegt Arnie in diesem actionhaltigen Okkult-Thriller auch mal ordentlich aufs Maul und im Gegensatz zu den meisten seiner bisher verkörperten, übermenschlichen Charaktere leidet er sogar darunter! Aufgrund seiner Thematik (Millenium, religiöse Vorzeichen, Panik und Euphorie aufgrund der bevorstehenden Jahrtausendwende) hat der von Peter Hyams gedrehte Film etwas an Brisanz verloren, funktioniert als düsteres, apokalyptisches Duell zwischen dem versoffenen Cop Jericho (Schwarzenegger) und dem Teufel, hier in Gestalt des unheimlich gut aufspielenden Gabriel Byrne, aber noch ganz gut.

Was bis heute weitaus besser funktioniert, ist dessen Soundtrack. Ich spreche nicht von John Debneys Score, die Rede ist von der „music from and inspired by the motion picture“, also von beigesteuerten Songs diverser Interpreten aus dem Metal, Alternative und Hip Hop.

Obwohl sie im Film selbst aufgrund des zurückhaltenden – heißt: zu leisen –  Einsatzes etwas untergehen, waren sie doch präsent genug, um in Erinnerung zu rufen, wie großartig ich die Songs damals fand. Also habe ich mir den Soundtrack noch einmal zu Gemüte geführt. Weder auf Spotify* noch auf Amazon Music ist er verfügbar. Andere Plattformen nutze ich nicht bzw. habe ich nicht in Betracht gezogen, also lief es letztendlich auf YouTube hinaus. Falls ihr die Playlist noch nicht angeklickt habt, tut es jetzt, denn sie liest sich wie ein Best of „böser“ Musik der ausklingenden 90er-Jahre.

endofdays_back
© Geffen Records / Universal Music

Die Compilation setzt sich zusammen aus bereits veröffentlichten Songs und exklusiven Beiträgen. So feiert zum Beispiel Axl Rose mit neuer Guns N‘ Roses-Besetzung ein kleines Comeback mit dem Überbrett „Oh My God“, einem der besten Tracks des überdurchschnittlich guten Soundtracks. Dank diesem bin ich auch auf Sonic Youth und Rob Zombie aufmerksam geworden. Künstler wie Limp Bizkit, Korn und Creed befanden sich seinerzeit in ihrer Blütezeit und geben sich die Klinke in die Hand, um sie diesem Newcomer namens Eminem weiterzureichen. Den schwächsten Beitrag liefert The Prodigys „Poison“, markiert aber den einzigen track-to-skip.

Den Soundtrack gibt es für weniger als 12 € bei Amazon als CD und wer eine etwas teurere Antiquität bevorzugt, kann sich die Compilation auch als Hörkassette zulegen!

*Update: Wie mir ein aufmerksamer Moviepilot-User mitteilte, gibt es den Soundtrack doch auf spotify: https://open.spotify.com/album/4dpS8leUy9Ck6uoMC0lfWT
Der Haken: momentan kann man dort nur drei Songs der Compilation abrufen!

Advertisements

Schreibe einen Kommentar ins Gästebuch

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s