Garcias Kurzreview: LITTLE BOY

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© Metanoia Films

Der junge Pepper ist kein Winzling. Er ist auch kein Zwerg. Pepper ist eben nur kleiner als seine Altersgenossen, weswegen er auch von diesen gemobbt wird. Die, die ihn nicht aufgrund seiner Größe schikanieren, nennen ihn liebevoll ‚Little Boy‘. Doch was er an Größe einbüßt, macht er (im Laufe des Films) an Menschlichkeit wett. Als sein Vater und damit seine engste Bezugsperson in den Krieg muss, droht er den Halt zu verlieren. Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg, einer Zeit, in der es ein Leichtes ist, Mitbürger anderer Herkunft zu hassen. Eine Zeit, in der Rassismus offen gelebt und geduldet wird. In der kleinen Küstenstadt O’Hare in Kalifornien sind die japanischen Einwohner aufgrund der Vorfälle in Pearl Harbor das erklärte Feindbild. Auch Pepper lässt sich von seinem großen Bruder dahingehend beeinflussen und übt mit ihm Vandalismus am Haus eines alten Mannes mit japanischen Wurzeln. Sein Bruder wandert daraufhin ins Gefängnis und der kleine Pepper zum Priester. Dieser überreicht ihm eine Liste mit Dingen, die er absolvieren muss. Zu allem Übel muss er sich damit mit dem alten, japanischen Mann zusammentun – ein fantastisches Abenteuer ohnegleichen nimmt seinen Lauf …

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© Capelight Pictures

Hin und wieder stolpert man über Filme, von denen man vorher nichts gehört hat und für die man im Nachhinein dankbar ist, dass man sich auf eine Sichtung eingelassen hat. So geschehen mit Alejandro Monteverdes „Little Boy“. Ohne Erwartungen bin ich herangegangen und mit jeder laufenden Minute hat mich der Film mehr und mehr in seinen Bann und seine kleine, fantasievolle Welt gezogen. Der kleine Pepper Flynt (toll gespielt von Jakob Salvati) steht im Mittelpunkt der inspirierenden Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, Verlust, Mut und die Kraft des eigenen Glaubens. Zur Seite steht ihm eine hochkarätige Besetzung, bestehend aus angesagten Stars und Hollywoodgrößen wie Emily Watson, Tom Wilkinson, Cary-Hiroyuki Tagawa, Michael Rapaport, Ted Levine und Kevin James, dessen Leistung überzeugt und sich zur Abwechslung erfreulicherweise nicht nur auf Klamauk und Witze über Gewichtsprobleme beschränkt.

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© Capelight Pictures

Ganz ohne Kitsch kommt der Film nicht aus, ist jedoch im Rahmen einer aus kindlicher Perspektive erzählten Geschichte völlig legitim und mindert weder Erzählfluss, Charakterzeichnung noch die emotionale Wirkung, die „Little Boy“ vor allem am Ende auf den Zuschauer ausübt. All das wird in warmen Bildern sowie musikalisch wunderschön und einfühlsam von Stephan Altman und Mark Foster untermalt.

„Little Boy“ ist eine mitreißende, pädagogisch wertvolle, zauberhafte und bewegende Perle für (um jetzt mal die Floskeln auszupacken) die ganze Familie, Groß und Klein, Jung und Alt, die es unbedingt zu entdecken und liebzugewinnen gilt!

Die Extras der bild- und tontechnisch einwandfreien Blu-ray bieten neben dem Trailer noch entfallene Szenen.

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