Garcias Kurzreview: THE WITCH

© Universal Pictures International Germany GmbH
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Mit seiner auf übermittelten Schriften basierenden Volkssage hat Regisseur Robert Eggers ein mehr als beeindruckendes Debüt hingelegt: The Witch: A New-England Folktale ist versiertes, stilsicheres und detailverliebtes Grauen in Reinform!

New England im 17. Jahrhundert: Eine strenggläubige Familie zieht aufs Land, um sich dort ein besseres Leben inmitten von Mutter Natur aufzubauen. Besser ist anders: die Ernte gibt zu wenig her, bei der Jagd läuft ihnen auch nichts vor die Flinte… und der jüngste Spross wird entführt. Von nun an nehmen die Dinge ihren mysteriösen und verstörenden Lauf.

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Keine Effekthascherei sondern intensiver Spannungsaufbau. Eggers erzählt gelassen auf erfrischend altmodische Weise ein schauriges Gruselmärchen, das seine Stärken ganz klar aus der bedrückenden Atmosphäre zieht. Von Anfang bis Ende folgt der Film einem stilistisch einheitlichen Pfad, begleitet von einem ungemütlichen Soundtrack und visualisiert durch ein tristes Farbspektrum, das sich konstant zwischen Braun- und Grautönen bewegt. Woher der Einfluss kommt, kann man gut erkennen: altertümliche Sagen über Hexen, Universals Monsterfilme aus den 1930/40ern und surreale Klassiker wie F.W. Murnaus Nosferatu, eine Symphonie des Grauens und Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari dienten als Inspiration und prägen Bildsprache und Tempo des Films.

Als treuer Fan besinnt er sich auch beim Bildformat auf „Altes“ und drehte den Film im heutzutage kaum noch genutzten 1,66:1-Format – was dem 4:3-Format, also Vollbild, nahe kommt. So ließe sich das Haus, in dem die Familie wohnt, laut Kameramann Jarin Blaschke klaustrophobischer darstellen. Mission erfüllt! Auch die Bäume im Wald wirken majestätischer und erdrückend.

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Caleb in the woods (© Universal Pictures International Germany GmbH)

Beängstigend gut sind nicht nur Szenenbild und Soundkulisse, sondern auch die Schauspieler, die hier durch die Bank weg ganz Großes leisten. Besonders gefallen hat mir der älteste Sohn Caleb, gespielt von Harvey Scrimshaw, der in einer bestimmten Szene, auf die ich nicht näher eingehen werde, eine verstörende Darbietung abliefert, die für mich zu den Höhepunkten des Films erzählt. Gerade deswegen und aufgrund der Sprache sollte man sich den Film im O-Ton anschauen. Ach ja, und der Vater hat mich immer abwechselnd an Tobias Moretti und Robert Englund erinnert. Aber das nur am Rande …

Der Trailer vermittelt einen ganz guten Eindruck von der unheimlichen Anziehungskraft, über die die Schauermär verfügt. So packend, dass ich vor Sichten des Films auch mal wieder ein gesundes Kribbeln im Bauch hatte.

Universal, deren Erfolg sich auf die klassischen Monsterfilme gründet, bringt den Film ab 19. Mai in die Kinos!

 

 

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