12 bessere bekannte oder nicht ganz so bekannte Film-Tracks der 90er-Jahre!

Nachdem ich euch ein paar flotte Hits aus Filmen der 80er vorgestellt habe, widme ich mich nun 90er-Jahre-Songs zu und aus Filmen der 90er!

Das letzte Filmjahrzent vorm Millenium sorgte noch einmal für ordentlich Nachschub an Kultfilmen, Trash-Perlen und wegweisenden Klassikern. Auch deren Soundtracks boten einen mindestens genauso bunten Mix, der sich aus verschiedensten Genres zusammensetzte.

Neben allseits bekannten und bis heute im Radio rauf und runter gespielten Hits, möchte ich euch hier ein paar meiner persönlichen Favoriten und Geheimtipps vorstellen. Um die Songs zu hören, einfach auf das jeweilige Poster klicken!

Ninja Rap – Vanilla Ice („Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“, 1991)

© 20th Century FOX
© 20th Century FOX

Fangen wir doch gleich mal mit einer echten Granate an! Nicht nur, dass das Rap-Aushängeschild Vanilla Ice einen Song zur Fortsetzung der Comic-Verfilmung beisteuerte. Nein, er ließ es sich auch nicht nehmen, seinen „Ninja Rap“ im Film zu performen, garniert mit einer ausgefeilten Choreographie und einem Anflug von Schauspiel!

Professionell wie der Meister des Sprechgesangs ist, lässt er sich natürlich nicht unterbrechen, wenn die Turtles währenddessen den Dancefloor nutzen, um Rahzar und Tokka zu vermöbeln.

 

 

 

 

You Could Be Mine – Guns N‘ Roses („Terminator 2 – Tag der Abrechnung“, 1991)

© Columbia Tri-Star
© Columbia TriStar

Sowohl James Camerons zeitloser Action-Klassiker als auch der von Guns N‘ Roses beigesteuerte Song „You Could Be Mine“ feiern in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum.

Im dazugehörigen Video tritt der Terminator höchstpersönlich auf, um der Band aufzulauern. Letztendlich verschont er sie und Sänger Axl Rose wird sogar als „Waste of Ammo“ eingestuft.

In Deutschland landete der vor Kinostart aus ihrem Album „Use Your Illusion II“ ausgekoppelte Song auf Platz 5 der Charts.

 

 

 

 

Philadelphia – Neil Young („Philadelphia“, 1993)

© Columbia TriStar
© Columbia TriStar

Ein ganz besonderer Song zu einem ganz besonderen Film. Jonathan Demmes berührendes Drama ist neben „… und das Leben geht weiter“ einer der ersten Filme, die sich intensiv mit der HIV-Krankheit, den Folgen und der gesellschaftlichen Wahrnehmung dieser befasst.

Tom Hanks‘ Leistung geht zu Herzen und hat ihm zu Recht den ersten von zwei Oscars in Folge eingebracht.

Neil Youngs Lied ist der beeindruckende Beweis, was Musik ausmacht, wenn man sie in der richtigen Szene einsetzt. Jedes Mal, und ich meine wirklich jedes Mal, werde ich überwältigt, sobald diese Stelle im Film beginnt. Es beginnt mit Gänsehaut und endet in einem Meer aus Tränen.

 

 

Girl, You’ll Be A Woman Soon – Urge Overkill („Pulp Fiction“, 1994)

© Scotia International Filmverleih GmbH Deutschland
© Scotia International Filmverleih GmbH Deutschland

Quentin Tarantino hat mit seinen Filmen oft bewiesen, dass er ein Händchen für die passende Musik hat. Irgendwann einmal hatte ich gelesen, dass er bei seiner Arbeit an einem neuen Drehbuch so vorgeht, dass er sich aus seiner Plattensammlung Alben und Songs herauspickt und dazu kleine Geschichten in seinem Kopf entwirft.

Als er das Neil-Diamond-Cover von Urge Overkill, welches 1992 erschien, hörte, lief es wohl ähnlich ab und er dachte dabei an eine Frau, die dem Song verfällt, bevor sie an einer Überdosis fast zugrunde geht.

 

 

 

 

 

Waiting For The Miracle – Leonard Cohen („Natural Born Killers“, 1994)

© Warner Bros Film GmbH
© Warner Bros Film GmbH

Der Soundtrack zu Oliver Stones kontroverser Extremsatire ist mindestens genauso wild wie der Film, in dem er zum Einsatz kommt.

Von Bob Dylan über L7 hin zu Dr Dre, von beschwingten bis expremintellen Tönen wird hier so ziemlich alles und für jeden Geschmack etwas geboten. Der Soundtrack wurde von Trent Reznor zusammengestellt, der mit seiner Band Nine Inch Nails ebenfalls vertreten ist.

Es gibt also viele Beispiele, die ich nennen könnte, also beginne ich am Filmanfang mit Leonard Cohen, dessen „Waiting For The Miracle“ uns noch recht idyllisch das Serienkiller-Pärchen Mickey & Mallory vorstellt.

 

 

Pandemonium – The Pharcyde („Streetfighter – Die entscheidende Schlacht“, 1994)

© Columbia TriStar
© Columbia TriStar

Die Verfilmung der Videospiel-Reihe hat eine turbulente Produktionsgeschichte hinter sich, was man dem Resultat leider anmerkt. Jean-Claude Van Damme und Kylie Minogue kämpfen sich bis zum Endgegner Bison und der Zuschauer bis zum Ende des Films durch.

Hat man es aber bis ins Level „Abspann“ geschafft, wird man zumindest mit einem waschechten Boom-Bap-Rap-Track von The Pharcyde belohnt.

 

 

 

 

 

Canción Del Mariachi – Los Lobos & Antonio Banderas („Desperado“, 1995)

© Columbia TriStar
© Columbia TriStar

Mit „El Mariachi“ lieferte Robert Rodriguez einen eindrucksvollen Debütfilm ab, der fast ohne Budget und große Namen auskam, dafür mit viel Leidenschaft punktete. Die drei Jahre später entstandene „Eigentlich Remake mit mehr Budget“-Fortsetzung hatte diesmal alles. Antonio Banderas als Mariachi, Tarantino als Scherzkeks, Salma Hayek als feurige Latina, mehr Production Value und…

Ein Mariachi-Intro mit eingehender Melodie und Rhythmen, zu denen man unweigerlich in Bewegung kommt.

„Ay, mi morena
De mi corazooooooon“

 

 

 

Youth Of America – Birdbrain („Scream“, 1996)

© STUDIOCANAL
© STUDIOCANAL

„You’re all dead“ ertönt es im Refrain aus Birdbrains Generation-X-Hymne, die einfach perfekt in das „Scream“-Universum passt.

Wie der Film, geht auch das Lied heute nach 20 Jahren immer noch gut ab und leitet genial das Finale von Wes Cravens Meilenstein ein.

 

 

 

 

 

 

 

Don’t Let Go (Love) – En Vogue („Set It Off“, 1996)

© Warner Bros Film GmbH
© Warner Bros Film GmbH

So schmerzhaft es ist, dass der Film hierzulande noch nicht vernünftig ausgewertet wurde, so schön ist die Ballade von En Vogue.

„Don’t Let Go“ ist feinster R’n’B, der zwar nach 90er-Jahren klingt, aber dennoch zeitlos ist.

In dem überwiegend harten Thriller von F. Gary Gray bildet das Lied einen stimmungsvollen Gegenpol zum sonst so drastischen Ton der Geschichte.

 

 

 

 

 

Hit ‚Em High (The Monstars‘ Anthem) – B-Real, Coolio, Method Man, LL Cool J & Busta Rhymes („Space Jam“, 1996)

© Warner Bros Film GmbH
© Warner Bros Film GmbH

Möchte man einem Film den nötigen Schliff an Coolness verpassen, greift man gerne zu den Herren der Hip-Hop-Schöpfung … oder zu Bill Murray. In diesem Fall hat man beides!

Aber neben Bill Murray und dem gleichnamigen Titelsong „Space Jam“ landet die Combo bestehend aus B-Real, Coolio, Method Man, LL Cool J und Busta Rhymes mit ihrem Monstars‘ Anthem „Hit ‚Em High“ einen Treffer, der noch zwanzig Jahre später voll ins Schwarze trifft!

 

 

 

 

 

After Dark – Tito & Tarantula („From Dusk Till Dawn“, 1996)

© STUDIOCANAL
© STUDIOCANAL

Zu Rodriguez‘ abgedrehten Genre-Mix braucht man wohl nicht mehr viele Worte verlieren. Der mittlerweile zum Kultfilm avancierte Gangster-Horror-Film zeigte einen George Clooney, der so gar nicht in das Rollenschema eines Doug Ross aus „Emergency Room“ passte.

Auch die Musik von Tito & Tarantula ist mindestens genau so cool wie der Film blutig und machte die Band weltbekannt. Ihr smoother Rocksong „After Dark“ ist ein Paradebeispiel und bis heute ihr erfolgreichster Song.

 

 

 

 

 

The End Is The Beginning Is The End – Smashing Pumpkins („Batman & Robin“, 1997)

© Warner Bros Film GmbH
© Warner Bros Film GmbH

Das Beste an „Batman & Robin“? Die Smashing Pumpkins!

So sehr ich die Filme von Regisseur Joel Schumacher („The Lost Boys“, „Falling Down“) mag – mit dieser filmischen Fremdscham hat er sich keinen Gefallen getan. Und die darin mitwirkenden Schauspieler sehen es wohl ähnlich.

Aber zum Glück gibt’s dieses musikalische Brett, das den Film noch irgendwie rettet oder zumindest als Argument in einer Diskussion genommen werden kann, wenn George Clooneys Nippel mal wieder als Kontra herhalten müssen.

 

 

 

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