Garcias Retrospektive: Ein Rückblick auf das Kinojahr 1976

Ein Jahr nach „Der weiße Hai“ und vor „Star Wars“ deutet sich eine neue Ära des Kinos an. Steven Spielberg schuf 1975 die Blaupause für das, was George Lucas zwei Jahre später mit seinem Sci-Fi-Märchen etablieren sollte – das Blockbuster-Kino. Parallel dazu sah sich die radikale „New Hollywood“-Bewegung langsam ihrem Ende entgegen. „Die Unbestechlichen“ Journalisten Robert Redford und Dustin Hoffman ermitteln in einem Fall, der später als Watergate-Affäre in die Geschichte eingehen wird und ein Satansbraten namens Damien erblickt in „Das Omen“ das Licht der Welt.
Während ein amoklaufender Grizzly zum erfolgreichsten Independent-Film avanciert, gewinnt die Low-Budget-Produktion „Rocky“ drei Oscars und holt sich die Spitzenposition der US-Kinocharts. Das Boxer-Drama macht Sylvester Stallone zum Weltstar, der 30 Jahre später im nunmehr sechsten Teil zum letzten Mal in den Ring steigt und 2016 im Ableger „Creed“ den Sprössling eines ehemaligen Gegners trainiert. In Deutschland führt der Zeichentrick-Film „Asterix erobert Rom“ die Charts an, während sich Pasolinis kontroverser „Die 120 Tage von Sodom“ gemeinsam mit „Die Schlümpfe und die Zauberflöte“ den 10. Platz teilt.

Alles schön und gut, aber die drei für mich bedeutendsten Highlights kommen von John Carpenter, Brian De Palma und Martin Scorsese …

 

Assault – Anschlag bei Nacht

(John Carpenter’s Assault On Precinct 13)

US-Kinostart: 5.11.1976
Kinostart BRD: 9.3.1979

„John Carpenter’s Assault on Precinct 13“ mausert sich nach all den Jahren zu meinem absoluten Lieblingsfilm des Regisseurs. War es lange Zeit „Die Mächte des Wahnsinns“, den ich als Jungspund nachmittags auf Premiere (heute SKY) sah und der nachhaltig Eindruck hinterlassen hatte, ist es mittlerweile sein nihilistischer Belagerungs-Thriller, der nach jeder Sichtung immer besser wird.

„Look at that, two cops wishing me luck. I’m doomed.“

Spürbar inspiriert vom amerikanischsten Genre, dem Western, ganz besonders Howard Hawks „Rio Bravo“, erzählt Carpenter die Geschichte einer Polizeidienststelle, die kurz vor ihrer Schließung von einer Bande von Jugendlichen angegriffen wird. Um den Attacken Herr zu werden, sind die wenigen Bediensteten gezwungen, mit den Insassen zu kooperieren.

© Capelight
© Capelight

Unter den ersten Opfern der Gang befindet sich ein kleines Mädchen. Die auf offener Straße kaltblütig verübte Hinrichtung ist eine der wenigen Szenen der Filmgeschichte, in der ein Kind vor den Augen des Zuschauers getötet wird. Damit setzt Carpenter den Ton für den Rest der Geschichte und macht deutlich, mit welcher Willkür die Gang vorgeht und dass es wirklich jeden treffen kann. Allen voran die US-Freigabebehörde MPAA, die dem Film ein finanziell schädigendes X-Rating geben wollte, würde man die Szene nicht entfernen. Carpenter und Filmverleih stimmten zu, brachten den Film letztendlich doch mit besagter Szene und dem gewünschten R-Rating ins Kino. Diese Schlawiner!

Keine Gefangenen macht auch die lineare Erzählung, die ohne Umschweife zum Punkt kommt. Keine Szene zuviel, keine Minute zu wenig. Wie auch? Die simple Geschichte wird sowieso erdrückt von der unfassbaren Atmosphäre, die den Neo-Western durchzieht. Ein heruntergekommener Vorort von Los Angeles als perfektes Setting unter dem versmogten Abendrot, scheinbar unmenschliche Killer, die durch wortkarges Auftreten mysteriös und bedrohlich bleiben.

© Capelight
Am Steuer: Che Guevara (© Capelight)

Auf der anderen Seite werden wir Zeuge der Entwicklung einer ungewöhnlichen Figurenkonstellation aus verzweifelten Polizisten und kriminellen Insassen, die immer wieder mit gelungenen One-Linern und pointierten Dialogen überrascht. Und nicht zu vergessen: Carpenters großartiger, weil minimalistischer Soundtrack, dessen Einsatz von Synthesizern und Klavierstücken dem grandiosen Werk den finalen Schliff verleiht und wesentlich zur düsteren Stimmung beiträgt. Wie Carpenter selbst sagte, ließ er sich bei seiner Komposition von Led Zeppelins „Immigrant Song“ und dem Theme aus „Dirty Harry“ beeinflussen.

Dreckig, schonungslos und konsequent – John Carpenters zweiter abendfüllender Spielfilm ist der Beweis, dass eine gute Geschichte ohne großes Budget auskommen kann. Anders ausgedrückt: Low Budget at its filthiest!

© Capelight
© Capelight

In Deutschland kam der Film erst drei Jahre später mit einer FSK18-Freigabe in die Kinos. 1983 folgte die Indizierung der ungeschnittenen Fassung, welche 2005 wieder aufgehoben wurde. Capelight veröffentlichte den Film ungekürzt und mittlerweile ab 16 Jahren freigegeben auf DVD und erstmals auf Blu-ray einzeln und im schicken Mediabook mit Bonus-DVD.

2005 folgte ein Remake mit Ethan Hawke und Laurence Fishburne, das ich vor einer Weile mal gesehen und als recht gelungen in Erinnerung habe.

 

Carrie – Des Satans jüngste Tochter

(Carrie)

US-Kinostart: 3.11.1976
Kinostart BRD: 22.4.1977

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© MGM

Ein kleiner Film für Brian De Palma, ein großer für das Horrorgenre. Okay, dass es ein kleiner Film sei, wertet die Arbeit des Regisseurs ab, da er bereits Monate vor den Dreharbeiten Zeit und Leidenschaft investiert und mindestens genauso viel Herzblut und Schaffenskraft in das Projekt gesteckt hat, wie in seine späteren Filme. Denkt man jedoch an De Palma, schießen einem unweigerlich „Scarface“ (Lieblingsfilm!), „The Untouchables“ (hört euch das Intro von Morricone an, großartig!) oder „Carlito’s Way“ durch den Kopf. Doch welcher Film war es, der ihm Türen öffnete und die Möglichkeit verschaffte, eben diese Projekte umzusetzen?

Carrie White ist Schülerin an der Bates High School und wird dort ständig von ihren – fast ausschließlich – Mitschülerinnen gemobbt. Selbstbewusstsein hat sie keins, muss sie sich doch auch zu Hause ihrer fanatisch religiösen Mutter Margaret unterwerfen. Die Mutter hasst das männliche Geschlecht, hätte Carrie gerne abgetrieben und bezeichnet Brüste als „dirtypillows“.  Und wenn das Kind nicht pariert oder mal querschießt, geht’s zur Strafe für eine Weile in die Kammer, um Buße zu tun.
Einzig die Klassenkameradin Sue Snell plagt hier und da das schlechte Gewissen, wenn Carrie mal wieder zur Zielscheibe des Spotts wird. Als es nach dem Sportunterricht in der Mädchendusche zu einer weiteren (ziemlich verstörenden) Erniedrigung kommt, platzt der Lehrerin Miss Collins der Geduldsfaden. Sie verbietet allen beteiligten Mädchen die Teilnahme am Abschlussball – außer Carrie natürlich. Und damit dieser Abend, abseits von potenzieller Häme durch die Klassenkameradinnen, der schönste ihres bisher eher tristen Lebens wird, bittet Miss Collins Sue, deren Freund Tommy für diesen besonderen Anlass an Carrie auszuleihen, um sie zum Ball zu begleiten. In der Theorie eine gute Idee, in der Praxis nimmt das Ganze leider, aber wie zu erwarten, ein böses Ende…

Ein Ende, in dem die damals 27-jährige Sissy Spacek bravourös unter Beweis stellt, warum genau sie die richtige Wahl für die Rolle der gebrochenen, verunsicherten Teenagerin ist und zu Recht für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert wurde. Brian De Palma sah das anfangs anders und empfohl ihr, lieber einen Werbespot zu drehen, der ihr parallel angeboten wurde. Versessen auf die Rolle wie die Filmmutter auf Gott, probierte Spacek es ein zweites Mal in voller Montur: fettige Haare, erzkonservatives Kleid und ein ungewaschenes Gesicht überzeugten letztendlich.

© MGM
© MGM

Ein Großteil der Besetzung besteht aus den Resten des „Star Wars“-Castings. De Palma und George Lucas teilten sich die Casting-Location und während motivierte Jungstars als Luke Skywalker und Co. vorsprachen, saß De Palma in der Ecke und wartete auf die „Überbleibsel“, darunter William Katt, der kein Luke, dafür aber Tommy Ross wurde und nicht mit der dunklen, sondern mit einer telepathischen Macht zu kämpfen hatte.

Für Amy Irving alias Sue Snell alias Steven Spielbergs zukünftige Ex-Frau war es das Leinwanddebüt. Sie war auch die einzige Darstellerin aus dem Original, die in der Fortsetzung „Carrie 2 – Die Rache“ von 1999 mitwirkte. Damit schlug man zwar eine Brücke zum De-Palma-Werk, der Erfolg, den der Vorgänger hatte, blieb allerdings aus.
Bei einem Budget von gerade einmal 1,8 Millionen US-Dollar spielte der Film allein an den amerikanischen Kinokassen mehr als das 18-fache ein und erzielte letztendlich ein Einspiel von 33,8 Millionen US-Dollar.

Nicht nur De Palmas Karriere wurde beflügelt vom großen kommerziellen Erfolg an den Kinokassen. Auch Stephen King, der die Romanvorlage lieferte, profitierte von der gekonnten Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Horror! Nach anfangs eher mäßigen Verkaufszahlen, wurden von der Softcover-Variante ein Jahr nach Erscheinen des Buchs im Jahr 1974 über 1 Million Exemplare abgesetzt.

Auch wenn ich die filmischen Adaptionen seiner Romane gerne sehe, – sowohl die laut Fans und Kritik weniger gelungenen, als auch die, die King persönlich nicht mag oder gar hasst – muss ich zugeben, dass „Carrie“ das einzige Werk des Autors ist, das ich komplett gelesen habe. Kennt man den Roman, fällt einem beim Sichten des Films ein gravierender Unterschied auf: (Spoiler: Markieren, um zu lesen) Während im Buch am Ende die ganze Stadt in Flammen steht, ist es im Film „nur“ die Schule bzw. die Turnhalle, in welcher der Abschlussball stattfindet, die niederbrennt (Spoiler Ende). Dass man sich aus Kostengründen dagegen entschied, tut dem Film keinen Abbruch, da das Finale in seiner Intensität dennoch gelungen ist und man mit der letzten Szene einen effektiven Schocker eingebaut hat, der so wiederum nicht im Buch vorkam und sogar King neidisch werden ließ.

© MGM
© MGM

Das solide Remake von 2013 mit Chloë Grace Moretz als Carrie und Julianne Moore in der Rolle ihrer durchgeknallten Mutter verfügt übrigens über das Ende, wie es im Buch steht.

In vielen seiner Filme verweist De Palma gerne und oft auf sein Vorbild und seine Inspirationsquelle Alfred Hitchcock. Auch hier lässt es sich der Regisseur nicht nehmen, dem ‚Master of Suspense‘ zu huldigen. Da wäre zum einen der oben bereits erwähnte Name der Schule, „Bates High School“! Eine weitere Referenz zu „Psycho“ findet sich in den abgehackten Violintönen, die bereits die berühmte Duschszene so legendär gemacht haben und in „Carrie“ zur Untermalung der kurzen Wutausbrüche dienen. Zum Beispiel, als ein kleiner Junge (Brian De Palmas Neffe) mit dem Fahrrad um das Mädchen kreist, während er ständig „Creepy Carrie“ ruft und anschließend hinfällt. Übrigens: Die Stimme des Jungen ist nicht seine eigene. Betty Buckley, die im Film Miss Collins spielt, synchronisierte den Kleinen.
Eine schwindelerregende Kamerafahrt beim Abschlussball-Tanz von Carrie und Tommy erinnert an „Vertigo“.

Trotz diverser Verweise und dem Fakt, dass es sich hier um eine Romanverfilmung handelt, die sich nahe an die Vorlage hält: De Palma kreiert ein eigenständiges Werk, das seine Stärken, eine von Anfang bis Ende fesselnde Geschichte durch das geschickte und teils unkonventionelle Zusammenspiel effektvoller Bilder und intensiver Musik zu erzählen, früh erkennen lässt. Als dramaturgischen Kniff nutzt er Stilmittel wie den Splitscreen oder die sogenannte ‚geteilte Linse‘ (in der einen Hälfte des Bildes liegt der Fokus auf dem Vordergrund, in der anderen Hälfte auf dem Geschehen im Hintergrund). Das muss nicht jedem gefallen, erweist sich aber als dienlich, um das Chaos und den Terror im Finale visuell zu verstärken.

© MGM
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Noch ein Fun-Fact, der sich narrativ nirgendwo sinnvoll einbinden ließ:
Bill Paxton, bekannt aus „Aliens“, „Predator 2“ oder „Twister“, arbeitete in der Pre-Production als junger und eifriger Assistent im Art Department und brachte den Location-Vorschlag für die Fleischfabrik „Farmer John’s“, in der u.a. John Travolta und Nancy Allen das Schweineblut holen, mit welchem Carrie überschüttet wird.

„Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ wurde sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray in diversen Varianten veröffentlicht. Neben dem Remake und der Fortsetzung gab es 2002 auch eine TV-Adaption, die bei Erfolg in Serie gegangen wäre. Wäre …
Trotz allem gilt „Carrie“ von 1976 für mich als beste Adaption, psychologische Studie und mitreißendes Horrordrama, dessen Grundaussage auch heute noch greift und (nicht nur deshalb) getrost als zeitloser Klassiker des Horrorkinos bezeichnet werden kann!

© MGM
Klick auf Bild, um Trailer zu sehen © MGM

In diesem Sinne: If you have a taste for terror, you have a date with Carrie!

 

Taxi Driver

US-Kinostart: 8.2.1976
Kinostart BRD: 7.10.1976

© Sony/Columbia
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„Hört zu, ihr Wichser, ihr Scheißköpfe. Hier ist ein Mann, der sich nicht mehr alles gefallen lässt. Ein Mann, der sich gegen den Abschaum, die Nutten, die miesen Schweine, den Dreck und die Scheiße wehrt … hier ist jemand, der sich wehrt!!!“

© Sony/Columbia
© Sony/Columbia

Was kann man über einen Film schreiben, über den schon alles gesagt wurde, der sich bis heute fest in der Popkultur verankert hat, immer wieder zitiert wird und einer der großartigsten Filme von einem der besten Regisseure ist?

Harte Fakten oder einfach nur, warum er meiner Meinung nach einer der großartigsten Filme von Scorsese ist?

In Martin Scorseses Filmographie tummeln sich mehrere Werke, die ich uneingeschränkt empfehlen und immer wieder anschauen kann und in der Liste meiner Top-100-Lieblingsfilme (behaupte ich jetzt mal so; über eine solche Liste habe ich mir nie Gedanken gemacht) ihren Platz finden. „Goodfellas“ nimmt dabei die Spitzenposition ein. Danach folgen „Kap der Angst“, „The Departed“ und „Wolf of Wall Street“, die sich mit dem Gewinner der Palme d’Or beim Cannes Film Festival das Treppchen teilen.

Ähnlich wie bei Stanley Kubricks Filmen musste ich auch mit „Taxi Driver“ warm werden. Ich war zu jung, um ihn wirklich wertzuschätzen. Meine blutdurstigen Erwartungen an einen Actionthriller, der keiner war, wurden – bis auf den finalen Shootout – nicht erfüllt. Stattdessen bekam ich einen traumatisierten und paranoiden Taxifahrer, der die unterschiedlichsten Passagiere von A nach B bringt, einen Zuhälter, der mit Minderjährigen seinen Unterhalt verdient und einen öden Wahlkampf, in dessen Zuge ein Attentat auch noch schiefgehen muss.

Je älter ich wurde, umso mehr zog mich das sozialkritische Drama in seinen Bann. Die Attribute, die mir vorher missfielen und/oder langweilten, wandelten sich nun zu den Eckpfeilern, die den Film so spannend, unterhaltsam, unbequem und schlichtweg genial machten.
Ist doch klar, je mehr man von der Welt sieht, je mehr Facetten einem die Gesellschaft offenbart, je ausgereifter die Medienkompetenz und je vielseitiger der Bezug zum Medium Film wird, umso mehr gewinnt Scorseses Meisterwerk an Kraft, Brisanz und Identifikationspotenzial. Nicht, dass ich mich in der ambivalenten Figur des Travis Bickle hundertprozentig wieder erkenne, aber bestimmte Handlungsmotive, vereinzelte Passagen und das vermittelte Bild eines kaputten Systems, das sich gegenseitig auffressen muss, damit es wieder funktioniert, leuchten ein, wenn man sie in den richtigen kulturellen und  gesellschaftlichen Kontext stellt.
In einem solchen System gibt es keine klare Differenzierung zwischen Gut und Böse, kein Schwarz-Weiß-Denken. Zu komplex gestaltet sich das Miteinander, die Kommunikation und der Umgang mit den unterschiedlichsten Individuen. Drehbuchautor Paul Schrader hat diese Komplexität entworren und verständlich auf den Punkt gebracht, Scorsese hat es in Szene gesetzt und ein hervorragender Robert De Niro als Travis Bickle, dem personifizierten Widerspruch, perfekt verkörpert. Oder um sein kurzweiliges Date Betsy zu zitieren (die wiederum Kris Kristofferson zitiert): „He’s a prophet and a pusher, partly truth, partly fiction. A walking contradiction.“

© Sony/Columbia
© Sony/Columbia

Dieser wandelnde Widerpruch scheitert zunächst, als er ein Attentat auf den Senator und Präsidentschaftskandidaten Charles Palantine verüben will, wird aber später von der Presse als Held gefeiert, weil er im Alleingang kriminelle Zuhälter erschossen und dadurch die 12-jährige Iris aus den Fängen der Prostitution befreit hat. Die Eltern, die sich daraufhin in einem Schreiben an Travis bei ihm bedanken und überglücklich sind, dass ihre Tochter wieder bei ihnen ist, werden gespielt von Scorseses realen Eltern, die desöfteren Cameo-Auftritte in den Filmen ihres Sohnes absolvierten. Auch der Maestro himself gönnt sich zwei Auftritte. Einmal auf der Treppe vorm Eingang des Wahlbüros und ein anderes Mal als wütender Fahrgast, der das Gesicht seiner fremdgehenden Frau mit einer 44er Magnum wegsprengen will.

© Sony/Columbia
© Sony/Columbia

Dass Scorsese keinen Oscar in der Kategorie „Beste Regie“ bekommen hat, verzeihe ich der Academy. Aber dass er nicht einmal nominiert wurde und dann auch noch sage und schreibe 30 Jahre auf seinen ersten und (bisher) einzigen Goldjungen warten musste, geht nicht in meinen Kopf. Aber was weiß die Academy schon, an der Qualität seiner Filme ändert dies jedenfalls nichts. Die ist bis heute auf hohem Niveau – und so hochwertig seine Filme sind, so wirkungsvoll und filmhistorisch relevant ist sein Klassiker auch nach 40 Jahren noch.

Der Trailer, unterlegt mit der atmosphärischen Musik von Bernard Hermann, vermittelt einen ganz guten – wenn auch recht langen – Eindruck vom Abschaum und Dreck, mit dem De Niro es zu tun hat.

 

Das war’s!

Wir lesen uns 1986 wieder …

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2 Gedanken zu “Garcias Retrospektive: Ein Rückblick auf das Kinojahr 1976

  1. Cooler Kommentar über ein cooles Filmjahr! Ich würde noch ergänzen: Der Mieter, Ein Kind zu Töten und der Ultra-Klassiker Grizzly 😉
    Freue mich schon auf 1986!

    Gefällt mir

    1. Grizzly, natürlich!!! Allein wegen des obergeilen Posters! Na mal schauen, hier und da werde ich bestimmt noch was ergänzen. „Der Mieter“ müsste ich nochmal schauen, ist zu lange her. Und „Ein Kind zu töten“ hab ich bisher noch nicht gesehen…

      Gefällt 1 Person

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