Ballet De Suburbia – Ein Winternachtstraum

Eine Hommage an traditionelle Weihnachtsfilme

 

© 20th Century Fox

Introduction

Während ich vor dem Haus meiner Eltern stehe, ziehe ich die letzte Zigarette aus der kaputten Schachtel und eine Packung Streichhölzer aus meiner Hosentasche. Der milde Wind macht es mir unmöglich, die Kippe anzuzünden. Zwei, drei Streichhölzer später glüht sie und mit jedem Zug genieße ich die idyllische Ruhe der Kleinstadt ein wenig mehr. Es ist der 23. Dezember, der kleine Zeiger auf der Uhr steht kurz vor der ‚6‘ und die leeren, vom Schnee bedeckten und in orangem Licht getauchten Straßen bieten für die kommenden Feiertage einen angenehmen Kontrast zur Hektik der Großstadt. Kein Mensch, kein Auto, kein Geräusch existieren zu dieser Uhrzeit in diesem Kosmos. In der einen Hand halte ich meine Zigarette, in der anderen zwei Videokassetten, die ich gestern nach meiner Ankunft ausgeliehen habe und nun wieder zurückbringen will. Aber erst einmal brauche ich neue Zigaretten.

Auf dem Weg zur Videothek liegt „Dorry’s“, eine etwas heruntergekommene, aber trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – charmante Kneipe. Nur wenige verirren sich in das von außen nicht sehr einladende Etablissement. Das war schon vor über 10 Jahren so, als ich die Räumlichkeiten zum ersten Mal betreten durfte, und daran hat sich nichts geändert, weshalb ich mich bis heute frage, wie diese Kneipe es schafft, sich über Wasser zu halten. Auf den Toiletten riecht’s nach Bahnhofsklo und die Gläser, in denen das süffige Gebräu ausgeschenkt wird, werden frisch aus dem fünf Tage alten Waschwasser geholt. Warum ich „Dorry’s“ dennoch als meine Stammkneipe bezeichne, liegt an der Gemütlichkeit. Der Gemütlichkeit der kleinen Räume und gepolsterten Sitzgelegenheiten und der Gemütlichkeit, von allen Gästen den kürzesten Heimweg zu haben. Und hier gibt es meine dringend benötigten Zigaretten.

Wie in einem Trance-Zustand laufe ich durch den ausgestorbenen Ort, dessen Ruhe nur durch das Geräusch des Pappschnees unterbrochen wird, auf dem ich laufe. Bis ein mir unbekanntes Geräusch mich plötzlich wieder auf den schneeweißen Boden der Tatsachen zurückholt. Ich schaue nach rechts auf die Straße. Ist da eben etwas durch das Einlaufgitter nach draußen gekrochen? Oder war es nur ein Schatten, verursacht von irgendetwas hinter der danebenstehenden Mülltonne? Bin ich noch in Trance? Ich schaue mir das mal bei Tageslicht an. Jetzt muss ich erstmal ins „Dorry’s“.

 

Heruntergekommen, aber charmant: Dorry's Tavern
Heruntergekommen, aber charmant: Dorry’s Tavern (© Warner-Columbia)

 

Storytime

Ich betrete das Ambiente und bin wenig überrascht von der Anzahl der anwesenden Personen. Da hätten wir Phoebe, die Frau hinter der Theke. Eigentlich eine äußerst attraktive Frau, die jedoch zu lange in diesem Job arbeitet und schon zu lange keine Lust darauf hat. In gelegentlichen Smalltalks offenbart sich ihr Frust, nach 30 Jahren immer noch in dieser kleinen Bude auszuschenken. Einmal hatte sie es geschafft, rauszukommen. Doch als ihr Vater eines Weihnachtsfestes in den Schornstein gestürzt und seitdem vom Hals ab gelähmt war, kehrte sie zurück und pflegte ihren Vater bis zu seinem Tod vor drei Jahren. Es blieb ja nur sie. Geschwister hatte sie keine und die Mutter – von der bis heute behauptet wird, ein Doppelleben als Auftragskillerin geführt zu haben – kam 1997 bei einer Explosion auf der nahegelegenen Harlin-Brücke ums Leben.

Dann sitzt da noch George Bailey, der bunte Hund, die Legende oder für die meisten nur „Der Bäcker“. In jeder Stadt gibt es so etwas, so ein Mysterium im Rentenalter. Jeder kennt ihn, aber keiner kennt ihn wirklich. Warum er „Der Bäcker“ genannt wird, das wissen die Leute aber. Als Mittdreißiger führte George ein wundervolles Leben, hatte eine hinreißende Frau, war Vater von zwei bezaubernden Kindern und in seiner Position als Geschäftsführer bot ihm die alte Bäckerei den Job seiner Träume. Vor 46 Jahren platzte dieser Traum, als der Familienbetrieb schließen musste. George wurde depressiv und wollte sich an Weihnachten von der gleichen Brücke stürzen, die bei der Explosion 1997 das Leben von Phoebes Mutter nahm. Insofern teilen beide Figuren in diesem Kneipentrauerspiel mehr oder weniger das gleiche Schicksal. Georges Suizidversuch schlug fehl. Er überlebte den Sturz ins eiskalte Wasser, begann sich jedoch in einem schleichenden Prozess auf merkwürdige Weise zu verändern.

Er wurde paranoid und beauftragte zwei Männer, seine Frau umzubringen. Sagen die Leute.
Zu seinen Kindern Rusty und Audrey ist der Kontakt seit jeher abgebrochen. Sagen die Leute.
In der Kanalisation lebt ein deformierter Mensch, der wegen seiner bizarren Ähnlichkeit zu Seevögeln als Kind da unten ausgesetzt wurde, dort aufgewachsen ist und kleine Tierchen heranzüchtet, die sich im Wasser vermehren und eines Tages die Stadt zerstören werden. Sagt George.
Er tut einem fast schon Leid. Mein Mitleid wird jäh unterbrochen, als eine bekannte Stimme meinen Namen ruft. Ich wende meinen Blick nach rechts und sehe meine Freunde David, Robert und Carol an einem von blauem Dunst umnebelten Tisch sitzen. Das halbleere Bier, die leeren Schnapsgläser und der gut gefüllte Aschenbecher lassen vermuten, dass meine drei heiligen Freunde ihren Nachmittag hier begonnen haben. „Du bist also in der Heimat?“, fragt David, als ich mich nach einer herzlichen Umarmung zu ihnen setze. „Ja, seit gestern Abend.“
„Und da kommst du nicht mal auf den Gedanken, uns Bescheid zu geben?“, fragt mich Carol mit vorwurfsvollem Unterton. „Richtig“, entgegne ich direkt, „aber ich war geschafft von der Woche und wollte mir irgendeinen Film anschauen, bei dem ich nach einer halben Stunde einschlafen kann.“ In dem Moment lege ich die beiden Verleih-Kassetten auf den Tisch. „Und diese Filme wollte ich gerade zurück…“ Eine laute Stimme aus dem Hintergrund unterbricht mich: „Was kann ich dir bringen?“, möchte Phoebe wissen. „Ein großes Dante, eine Schachtel Singleton und vier rauchige McClanes für die Runde.“

„Für mich nicht“, winkt Robert ab. „Ich muss noch fahren. Was hast du dir ausgeliehen?“ Ich schaue auf die Kassetten und antworte mit einem verlegenen Grinsen: „‚Eis am Stiel‘ und ‚Dazed and Confused‘.“ – „Die perfekte Einstimmung auf Weihnachten“, entgegnet Robert ironisch. „‚Dazed‘ habe ich mal im Fernsehen gesehen und bin nach 20 Minuten eingeschlafen. Der war langweilig, die ganze Zeit sitzen die nur rum und quatschen oder fahren herum, um die jüngeren Schüler zu vermöbeln. In dem Film passiert einfach nichts.“ – „Genau! Und das mag ich an solchen Filmen. Ein Tag im Leben von sympathischen Jugendlichen, bei dem es Spaß macht, ihnen einfach nur zu folgen. Und bevor du mich auf eine fehlende Message ansprichst; nicht jeder Film braucht eine Message, um zu funktionieren.“
Bevor ich weiter ausholen kann, bringt Phoebe mir das Bier und die vier Whiskey-Gläser. Da Robert auf seinen verzichtet, trinke ich zwei Whiskeys, um das Level von Carol und David halbwegs zu erreichen. Während ich mich rechtfertige, warum ich „Eis am Stiel“- und „Dazed and Confused“-Fan bin, führt der alte George derweil illustre Gespräche mit sich selbst. Vielleicht erzählt er es auch Phoebe, aber ihrem Blick nach zu urteilen, interessiert es sie nicht. Die Fetzen seines Selbstgesprächs, die an unserem Tisch ankommen, wecken jedoch mein Interesse. Ich tue so, als höre ich David zu, wie er seine Lieblings-Weihnachtsfilme aufzählt, bin mit einem Ohr aber bei dem alten Mann, der von der Bäckerei erzählt. Angeblich soll nach der Schließung des Betriebs ein Wissenschaftler namens Vincent Burton das Anwesen gekauft haben. Die Bäckerei ähnelt mehr einem Schloss als einer Fabrik, in der Backwaren hergestellt werden. Mittlerweile steht sie leer und ist baufällig, was den Mythos um diesen Burton interessanter macht. „Nur wenige Jahre, nachdem die Fabrik geschlossen hatte“, erzählt George mit rauher Stimme, „zog der Vincent ein – das war Mitte der Siebziger. Er hat dort oben in seinem Gemäuer Experimente an Menschen betrieben. Wenn die Sicht gut ist, sieht man seinen Sohn darin herumlaufen.“ Jetzt hat er mich. George ist in seinem Element, aber in meinem alkoholbedingten Leichtsinn bin ich drauf und dran, dieser Geschichte nachzugehen.

Drei Bier und vier Kurze später fällt mir wieder ein, dass ich eigentlich in die Videothek wollte, bevor sie schließt und erst nach den Feiertagen wieder öffnet. „Ich fahre dich“, bietet Robert mir freundlicherweise an. Meine Ankündigung nehmen auch David und Carol zum Anlass, zu bezahlen. Wir legen Phoebe das Geld auf die Theke und wünschen ihr und George ein frohes Weihnachtsfest. Kaum ausgesprochen, merke ich, dass diese zwei Personen wohl die Letzten sind, die sich über Weihnachten freuen.

The Cookie Factory

Es ist fast 22.00 Uhr, als wir die Videothek erreichen. Fünf Minuten, bevor sie schließt. Und dabei grenzt es schon an ein Wunder, dass in dieser Stadt überhaupt irgendwas nach 20.00 Uhr geöffnet hat. Macauley, ein Angestellter der Videothek, steht am Eingang und raucht gerade eine Zigarette. „Gut, dass du da bist“, begrüßt er mich und hält mir einen Aschenbecher hin. „Den kannst du deinem Vater wieder geben. Das Teil schadet mir mehr, als dass es mir nützt.“ Bei dem Aschenbecher handelt es sich um ein patentiertes Modell meines Vaters, seines Zeichens Entwickler „fantastischer Ideen für eine fantastische Welt“, das über eine Schließfunktion verfügt, die nicht so funktioniert wie sie funktionieren sollte. Macauley gibt mir den Aschenbecher, ich überreiche ihm die Leihkassetten, wünsche ihm frohe Weihnachten und gehe zum Auto zurück. „Übrigens“, ruft Macauley mir nach. „Ich verkaufe das gesamte VHS-Sortiment bis Ende des Jahres. Falls du Interesse hast, komm‘ einfach nach Weihnachten vorbei.“
Ich nicke, bin mit meinen Gedanken aber schon bei einer anderen Sache: der alten Bäckerei, die in mein Blickfeld gerät, kurz bevor ich ins Auto steige. „Leute, lasst uns in die Bäckerei fahren. Ich will wissen, was an der Geschichte von George dran ist.“ – „Willst du da wirklich hin?“, fragt Robert und lässt mich in seiner Betonung wissen, dass er von der Idee nicht sonderlich begeistert ist. „Komm schon! Dauert auch nicht lange. Ich frage mich sowieso, warum uns als Kinder nie in den Sinn kam, da mal reinzugehen.“ Robert zögert. David und Carol scheint es egal zu sein, da sie vom Alkohol, den bequemen Sitzen und der Wärme im Auto bereits im Halbschlaf versunken sind. Ich schlage Robert einen Kompromiss vor: „Okay, du kannst mich ja hinfahren, musst aber nicht auf mich warten.“ – „Und wenn ich dich begleiten möchte?“ – „Willst du?“, frage ich überrascht. „Nein“, antwortet er trocken und startet den Motor, bereit, mich zur alten Bäckerei zu fahren.

Wir fahren über die restaurierte Harlin-Brücke, von der es nur noch ein Katzensprung zum Ziel ist. Endlich angekommen, stehen wir nun vor diesem einschüchternden Bau, der umgeben ist von einem beschädigten Zaun. Ich steige aus dem Auto, ohne ein Wort zu sagen. Zu beeindruckt bin ich von der Aura, die das Schloss umgibt. Vor dem majestätischen Eingangstor überkommt mich ein wohliger Schauer gepaart mit diesem Kribbeln im Bauch, das die Neugierde in mir hervorrief. Durch das weit aufgerissene Tor – ich bin wohl nicht der Einzige, der versucht, das Anwesen zu betreten – verschaffe ich mir Zutritt. Noch beeindruckender als das Eingangstor sind diese riesigen, aus massivem Holz gefertigten Pforten. Hier ging der alte George also damals tagein, tagaus zur Arbeit. Hier wohnte also dieser Wissenschaftler Burton und hier lebt oder lebte also sein Sohn.

 

Die alte Bäckerei (© 20th Century Fox)
Die alte Bäckerei (© 20th Century Fox)

 

Mein kindlicher Enthusiasmus ist dem rationalen Denken eines Erwachsenen gewichen. Die lebhafte Fantasie eines 6-Jährigen ist allerdings geblieben und führt dazu, dass ich kalte Füße bekomme, als ich das Foyer betrete, in dem all diese stillgelegten Maschinen, die verrosteten Werkzeuge und verstaubten Fließbänder liegen und stehen, wo sie vor über 40 Jahren ein letztes Mal benutzt wurden. Dass der Mondschein die einzige Lichtquelle ist, die den dunklen Raum durch ein kleines, zerbrochenes Fenster dezent beleuchtet, trägt nicht gerade dazu bei, meine Angst abzulegen. Immer wieder spielen sich in meinem Kopf Szenarien ab, in denen sich jeden Moment eine kalte Hand auf meine Schulter legt oder ein unbekanntes Geräusch aus einer dieser vielen, unbeleuchteten Ecken meine Knie völlig zum Zittern bringt.

Beautiful New World / Home Sweet Home

Der Nervenkitzel betäubt mein klares Denken und begleitet mich in das Dachgeschoss. Das Mondlicht, welches den morschen Holzboden bedeckt, führt mich an eine Stelle, die einem Altar gleichkommt. In diesem stehen Kerzen und hängen Zeitungsartikel von Menschen, die aus ihrer Behinderung eine Tugend gemacht haben. Daneben hängt ein eingerahmtes Foto eines hübschen, blonden Mädchens, welches zu der Zeit, in der es fotografiert wurde, vermutlich 17 oder 18 Jahre alt war. Ich nehme das Foto in die Hand, um es näher zu betrachten.

„Kim“, hallt eine sanfte Stimme aus einer Ecke, die vom Licht verschont bleibt. Ich schrecke auf, bin verstört und gelähmt von dem Schock, dass ich doch nicht allein hier bin. „Ich… ich… wollte nur… ich wollte nur… ich wollte nicht, dass…“ Die Angst lähmt nicht nur meine Beine, auch mein Sprachzentrum wird von der langsam näher tretenden Erscheinung beeinflusst. Dennoch gelingt es mir, in meinem Schockzustand zu beurteilen, dass diese Person nicht weniger Angst hat. „Wohnst du hier? Ich meine, gehört dir das alles?“ Ich zeige auf den Altar. „Bitte geh'“, fordert er mich höflich auf. Dieser Mensch hat Stichwerkzeuge anstelle von Händen, also ziehe ich es vor, nicht mit ihm zu diskutieren. Auf meinem Weg drehe ich mich noch einmal zu ihm um. Einerseits, um sicherzustellen, dass er mich nicht doch noch im Hinterhalt überwältigt und andererseits, um zu fragen, ob er nicht mitkommen möchte, da es zu dieser Jahreszeit sehr kalt werden würde. „Ich war einmal dort“, antwortet er und wirft einen melancholischen Blick auf das Foto des Mädchens. „Mein Platz ist hier.“ Sein bedeutungsschwangerer Ton macht mir bewusst, dass einiges vorgefallen sein muss, dass er dieses Anwesen nie wieder verlassen wird. Als ich aus dem Schloss komme, entdecke ich ein an die Schlossfassade geschmiertes ‚MÖRDER‘. Ich denke nicht weiter darüber nach und trete meinen Weg nach Hause an.

Vom Alkohol spüre ich nichts mehr, dafür dominieren Verwirrung und Betroffenheit. Verwirrung, weil ich nicht weiß, ob ich jemandem davon erzählen soll und was vorgefallen ist, dass dieser Mensch sich weigert, das Schloss zu verlassen. Betroffenheit, weil ich seinem Blick entnehmen konnte, dass das Mädchen auf dem Foto etwas Besonderes für ihn ist oder war. Weil ich weiß, dass diese zwei Personen sich vermutlich nie wieder sehen werden…

Da war es wieder! Das Geräusch, das mir vorhin schon an gleicher Stelle aufgefallen war, unterbrach meine Gedanken. „Was soll’s, diesmal schaue ich nach“, dachte ich nach kurzem Zögern. „Ich war soeben in einem leerstehenden Schloss und hatte die wohl merkwürdigste Begegnung meines Lebens. Seltsamer kann es nicht werden.“ Ich nähere mich der Mülltonne, hinter der ich das Geräusch vernommen habe. Die Frequenz meines Herzschlages verdoppelt sich. Für all das, was ich meinem Herzen in dieser Nacht angetan habe, bräuchte ich in 10 Jahren drei Bypässe. Meine Ängste, Sorgen, Zweifel verblassen, als ich entdecke, was für dieses Geräusch verantwortlich ist. Vor mir offenbart sich das zweifelsohne süßeste Tier, das ich jemals gesehen habe. Ich verfalle geradezu ins Schwärmen, als mich diese dunklen Kulleraugen vertraut und gleichzeitig verängstigt anschauen, während sich die, für einen Körper, der mir nicht einmal bis zu den Knien geht, verhältnismäßig großen Ohren hin und her bewegen: „Wo kommst du denn her?“
Ich nähere mich ihm langsam und wiege dieses pelzige Wunder schließlich in meinen Armen. Intensiver als die Freude ist allerdings der Gestank, den das Tier umgibt. „Kommst du aus der Kanalisation?“, frage ich. „Du riechst extrem nach Abwasser.“ – „Abwasser“, ertönt eine schrille Stimme. „Reden kannst du auch noch?“, frage ich verblüfft.

Mit dem Kleinen in meinen Armen begebe ich mich auf meinen Heimweg. „Wenn wir zu Hause sind, wasche ich dich erstmal und dann bekommst du etwas zum essen. Aber wir müssen leise sein. Es ist kurz nach Mitternacht und meine Eltern schlafen bereits.

Sag‘, gibt es eigentlich noch mehr von deiner Sorte?“

 

Auf dem Heimweg (© Warner-Columbia)
Auf dem Heimweg (© Warner-Columbia)

 

The End

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